Diese Checkliste hilft dir, Badsanierung, Dachisolierung und barrierefreies Wohnen so zu planen, dass Komfort, Energieeffizienz und Alltagstauglichkeit zusammenpassen. Du bekommst außerdem Anknüpfungspunkte zu Photovoltaik, Smart-Home und rechtlichen Fragen. Ziel ist eine klare Reihenfolge, damit du Doppelarbeiten und unnötige Kosten vermeidest.
Starte mit einer Bestandsaufnahme: Welche Probleme sind akut (Feuchte im Bad, Zugluft, hohe Heizkosten, Stolperstellen) und welche Ziele sind mittel- bis langfristig wichtig? Notiere Maße, Fotos, Leitungswege und den Zustand von Dach, Fenstern/Türen sowie der Elektroverteilung. Risiko: Ohne Dokumentation werden Angebote schlecht vergleichbar und Nachträge wahrscheinlicher.
Für die Badsanierung: Prüfe Wasserleitungen, Abdichtung, Lüftung und die Position von Anschlüssen, bevor du Fliesen und Ausstattung auswählst. Setze eine Liste mit Muss-Kriterien (rutschhemmender Boden, bodengleiche Dusche, genügend Bewegungsfläche) und Kann-Kriterien (Duschsitz, Handbrause, Unterputz-Armaturen) auf. Nutzen: Mehr Sicherheit und leichtere Reinigung; Risiko: Bei zu später Planung können Gefälle, Abläufe oder Wandaufbauten nicht mehr optimal umgesetzt werden.
Für barrierearmes Wohnen: Gehe Raum für Raum durch und markiere Engstellen bei Türen, Fluren und Bewegungsflächen. Checke Schwellen, Beleuchtung, Handläufe, Kontraste und die Erreichbarkeit von Schaltern, Fenstern und Stauraum. Nutzen: Alltag wird einfacher für dich und Gäste; Risiko: Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept können am Ende mehr stören als helfen.
Für Dachisolierung: Kläre zuerst, ob es um das Dach selbst, die oberste Geschossdecke oder beides geht, und ob Feuchteschutz sowie Luftdichtheit fachgerecht geplant sind. Frage nach dem Aufbau (Dämmstoff, Dampfbremse, Hinterlüftung) und wie Durchdringungen wie Spots, Lüftungsrohre oder Dachfenster abgedichtet werden. Nutzen: Spürbar weniger Wärmeverlust; Risiko: Falsche Ausführung kann zu Feuchteproblemen und Schäden an der Bausubstanz führen.
Fenster und Türen solltest du in der Reihenfolge mitdenken, weil sie die Luftdichtheit und den Feuchtehaushalt beeinflussen. Prüfe Dichtungen, Einbauqualität, Sicherheitsbeschläge und ob ein Lüftungskonzept nötig ist, wenn du die Gebäudehülle deutlich dichter machst. Nutzen: Komfort durch weniger Zugluft und Lärm; Risiko: Ohne passende Lüftung können Schimmelrisiken steigen.
Photovoltaik planen: Notiere Dachausrichtung, Verschattung, Dachzustand und ob eine Sanierung vor der Montage sinnvoll ist. Lasse dir ein Konzept geben, das Kosten, erwartete Erträge als Orientierung, Eigenverbrauch, optionalen Speicher und die spätere Erweiterbarkeit umfasst. Nutzen: Besserer Überblick über Wirtschaftlichkeit und Technik; Risiko: Unklare Annahmen oder fehlende Reserven im Zählerschrank können später zu Zusatzkosten führen.
Smart-Home Grundlagen: Lege fest, was du wirklich brauchst (z.B. Licht, Heizung, Rollläden, Wassermelder) und welche Bedienung für alle im Haushalt verständlich bleibt. Achte auf Datenschutz, lokale Steuerungsmöglichkeiten, Update-Politik und die Frage, ob Systeme herstellerübergreifend zusammenarbeiten. Nutzen: Mehr Komfort und teils geringerer Energieverbrauch; Risiko: Zu komplexe Lösungen erhöhen Störanfälligkeit und Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.
